Fotografen

Ich habe mich viel mit der Geschichte der Fotografie beschäftigt.
Neben der fantastischen Entwicklung der Technik entdeckt man dabei auch die Größen der Fotografie. 

Unter all den bekannten und großartigen Fotografen sind die folgenden 2 für mich besonders herausragend.

Sebastião Salgado

 

Sebastião Salgado (eigentlich Sebastião Ribeiro Salgado Júnior) wurde am 08. Februar 1944 in Aimorés, Bundesstaat Minas Gerais in Brazilien geboren. Er ist ein brasilianischer Fotograf und Fotoreporter. Salgado gehört zu den sozial engagierten Fotografen in der Tradition der sozialdokumentarischen Fotografie.

Nach seiner Emigration 1969 nach Paris arbeitete Salgado als Verwaltungsangestellter für die International Coffee Organisation (ICO) in London. Auf seinen Arbeitsreisen nach Afrika, häufig gemeinsam im Auftrag der Weltbank, machte er seine ersten Foto-Aufnahmen mit der Leica seiner Frau. Das Fotografieren begeisterte ihn so sehr, dass er sich 1973 als Fotojournalist selbständig machte und wieder zurück nach Paris zog.

Salgado wurde 1979 in die angesehene Agentur Magnum Photos aufgenommen. Zufällig war er anwesend, als John Hinckley, Jr. am 30. März 1981 ein Attentat auf den US-Präsidenten Ronald Reagan verübte. Salgados Fotos von dem Anschlag hatten ihm Geld für seine Projekte gebracht.

Salgado dokumentiert in selbst ausgewählten weltweiten Langzeitprojekten über Jahre hinweg mittels Schwarz-Weiß-Fotografien das Leben der Menschen vor allem am unteren Ende der Gesellschaft, insbesondere auch solchen aus der sogenannten Dritten Welt. Nach Jahren entstehen so umfangreiche Bildbände und beeindruckende Wanderausstellungen.

Berühmt geworden ist seine Fotoreportage von 1986 über freiwillig hart arbeitende Goldschürfer in der brasilianischen Goldmine Serra Pelada, deren Arbeitsbedingungen mittelalterlich anmuten. 1994 verließ er Magnum Photos und vermarktet mittlerweile seine Fotos durch seine Agentur Amazonas Images. Er fotografiert meist mit Leica-Kameras.

Henri Cartier-Bresson

 

Henri Cartier-Bresson wurde am 22. August 1908 in Chanteloup-en-Brie, Département Seine-et-Marne in Frankreich geboren. Er starb am 3. August 2004 in Montjustin, Provence kurz vor seinem 96. Geburtstag. Cartier-Bresson war ein französischer Fotograf und Regisseur aber auch Zeichner, Maler und Mitbegründer der Fotoagentur Magnum. Er wurde durch seine künstlerische Schwarzweißfotografie bekannt.

Beim Fotografieren legte er besonderen Wert auf eine möglichst perfekte Bildkomposition. Henri Cartier-Bresson hat dabei meist die Dunkelkammerarbeit den Magnum-Agenturlabors überlassen. Er nutzte überwiegend die handlichen Kleinbildkamera vom Typ Leica M. Um eine menschlichen Sichtweise zu realisieren nutze er für die Bildwirkung grundsätzlich ein 50-mm-Standardobjektiv. Aufgrund der von ihm sehr geschätzten stärkeren künstlerischen Wirkung, fotografierte er in Schwarz-Weiß.

Cartier-Bresson durfte 1955 als erster Fotograf überhaupt im Pariser Louvre ausstellen. Seine Fotografien wurden gesammelt unter anderem in Images à la sauvette (1952, Bilder im Vorübergehen), D’une Chine à l’autre (1968, China gestern und heute) und Moscou (1955, Moskau) publiziert. 1972 beendete Cartier-Bresson das professionelle Fotografieren und widmete sich intensiv der Zeichenkunst.